33. Deutscher Krebskongress 2018 eröffnet

Unter dem Motto „Perspektiven verändern Krebs - Krebs verändert Perspektiven. Diagnose, Therapie, (Über-)Leben“ wurde der 33. Deutschen Krebskongress 2018 in Berlin eröffnet.

Kongressgebäude DKK 2018_neu

Bei strahlendem Sonnenschein öffnete der 33. Deutsche Krebskongress im City Cube auf dem Berliner Messegelände am 21. Februar 2018 seine Pforten. Beim ältesten und renommiertesten Fachkongress im deutschsprachigen Raum wird den etwa 12.000 Teilnehmern in insgesamt ca. 400 Sitzungen eine breite Themenauswahl präsentiert. Ausrichter des Kongresses sind die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft.

Neue diagnostische Methoden und Palliativmedizin als Schwerpunkte

Schwerpunkte des führenden deutschen Onkologie-Kongresses sind 2018 neue diagnostische Methoden in der bildgebenden Radiologie, der Nuklearmedizin und der molekularen Pathologie. Ein zweiter Schwerpunkt befasst sich mit der Palliativmedizin.

Langzeitüberlebende im Fokus

Auf der Eröffnungsveranstaltung am Mittwochnachmittag bezeichnete Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Bekämpfung von Krebs als „gesundheitspolitische Herausforderung ersten Ranges“. Die personalisierte Medizin, für die mittlerweile etwa 50 Medikamente zugelassen sind, stelle einen aussichtsreichen Ansatz dar. Dank dieser therapeutischen Verbesserung, zusammen mit positiven Entwicklungen in Prävention und Diagnostik, nimmt die Anzahl Langzeitüberlebender zu. Eine entsprechende Unterstützung Betroffener mit psychosozialen, –onkologischen und pflegerischen Angeboten wird daher benötigt, so Gröhe.

Präventionsstrategien von Politik gefordert

Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe, forderte von der Politik eine breit angelegte Präventionsstrategie. Die Maßnahmen aus dem 2015 eingeführten Präventionsgesetz seien nicht wirklich wahrnehmbar. Neben der Prävention wurden die Notwendigkeit einer besseren Früherkennung sowie die konsequente Qualitätssicherung der Primärbehandlung von Professor Peter Albers, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, thematisiert.

Qualitätssicherung in der Primärbehandlung wichtig

Bei der Qualitätssicherung in der Primärbehandlung spielen zertifizierte Zentren eine wichtige Rolle. Für seine Verdienste bei den ersten Zertifizierungen von Brustkrebszentren in der Bundesrepublik erhielt Professor Rolf Kreienberg die Karl-Heinrich Bauer-Medaille. Albers begründete dies mit den Worten: "Er hat die Qualitätssicherung der Primärbehandlung gelebt und positiv besetzt, und die Früchte dieser Arbeit sehen wir heute. Zertifizierte Zentren behandeln bessern und liefern bessere Ergebnisse."

Nach der heutigen Eröffnung erwartet die Besucher auch in den nächsten drei Tagen ein vielfältiges Programm auf dem Fachkongress.

Autor: Dr. Melanie Klingler

Stand: 21.02.2018

Quelle:

Eröffnungsveranstaltung zum 33. Deutschen Krebskongress am 21.02.2018 in Berlin
 

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